HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

UND UNSERE ANTWORTEN

Wer sind die 28 Betroffenen?
Es sind Fans zwischen 20 und 35 Jahren, die regelmäßig zu Dynamo gehen, zuhause und auswärts. Zum überwiegenden Teil sind es langjährige Mitglieder, die aktiv am Vereinsleben teilnehmen und großen Anteil daran haben, dass die Fankultur in Dresden so kreativ und leidenschaftlich gelebt wird.

Was wird den Betroffenen vorgeworfen?
Die Ermittlungen zielen ausschließlich auf die Organisation des Fanmarsches am 14. Mai 2017 in Karlsruhe. Mehrere der Betroffenen waren nicht in Karlsruhe vor Ort.

Welche Ziele verfolgt das „SoKo“?
Es gibt zwei übergeordnete Ziele: Zum einen sollen so viele Spenden wie möglich gesammelt werden, damit die finanzielle Last für die Betroffenen – u.a. Anwalts- und Reisekosten sowie mögliche Gerichtskosten – abgefedert wird. Ohne Unterstützung können die Kosten für die Betroffenen existenzbedrohend sein, zum Teil schon, bevor es zu möglichen Gerichtsverhandlungen kommt. Zum anderen möchte das „Soko Dynamo“ mit seinen Aktionen eine wahrnehmbare Gegenöffentlichkeit schaffen. Es geht um eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema, den Respekt vor der Unschuldsvermutung und einen kritischen Blick auf das Ermittlungsverfahren.

Warum ist das Engagement des „SoKo“ für die Betroffenen so wichtig?
Das „Soko Dynamo“ will den Betroffenen in einer Situation großer persönlicher Ungewissheit helfen. Die Hausdurchsuchungen am 5. Dezember 2017 haben das Leben der 28 Betroffenen nachhaltig verändert. Dauer, Härte und die Folgen der Ermittlungen sind auch mehr als ein Jahr nach den Hausdurchsuchungen nicht absehbar. Dies führt für die Betroffenen zum Teil zu seelischen Belastungen, die aufgefangen werden können, indem niemand mit seinen Sorgen und Ängsten allein gelassen wird.

 

Gibt es ein Spendenkonto?
Ja, ein Spendenkonto gibt es. Die Verwaltung dieses Kontos läuft dankenswerter Weise über den „Schwarz-Gelbe Hilfe e.V.“. 

 

 

Wo kann man spenden?
Kontoinhaber: Schwarz-Gelbe Hilfe e.V.
IBAN: DE16 8505 0300 0221 1476 91
BIC: OSDDDE81XXX
Kreditinstitut: Ostsächsische Sparkasse Dresden
Verwendungszweck: Spende + dein Name/Fanclub
Wie ist das Spendenverhalten?
Zu Beginn war die Bereitschaft relativ hoch. Aber es ist normal und war abzusehen, dass die Spendenbereitschaft mit der Zeit abnehmen würde, wenn das Thema bei den Menschen nicht mehr so präsent ist.

Wer ist das Gesicht des „SoKo Dynamo“?
Corinna Funke ist 30 Jahre alt und seit 2002 Dynamo-Fan. Über die Jahre hat sie zu vielen Menschen aus dem Umfeld des Vereins und auch aus der aktiven Fanszene eine Beziehung aufgebaut. Gegenwärtig ist Corinna bei Heimspielen im Stadionprogramm für die „Fanzeit“ verantwortlich, inhaltlich und als Moderatorin. Sie hat sich sofort dazu bereit erklärt, als das „Gesicht“ des „SoKo Dynamo“ in der Öffentlichkeit aufzutreten und auch Interviews zu geben, damit das Thema einen Platz in der medialen Berichterstattung findet.
Gibt es eine überregionale Resonanz auf das SoKo?
Auch andere Fanorganisationen verfolgen die Arbeit des „SoKo Dynamo“. Die Initiative wurde u.a. von der „Fanhilfe Magdeburg“ eingeladen, um an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. An dem Austausch nahmen auch Vertreter des Rechtshilfekollektivs Chemie Leipzig, Fananwalt René Lau (Rechtsanwalt aus Berlin) sowie Andreas Lohmer von der Gruppe Polizei und Menschenrechte von Amnesty International teil.

 

Wie kann man zum „SoKo Dynamo“ Kontakt aufnehmen?
Auf www.soko-dynamo.org informiert das „SoKo“ die Öffentlichkeit und vor allem die Fans von Dynamo Dresden über aktuelle Themen. Dort steht die Initiative unter kontakt(at)soko-dynamo.org jederzeit für Fragen bereit. Aber auch auf Facebook und Twitter ist das „SoKo“ anzutreffen.

 

Welche Aktionen hat das „SoKo“ bereits durchgeführt?
Seit dem Bestehen des „SoKo Dynamo“ gab es viele Aktionen, teils vom „SoKo“ selbst durchgeführt, teils von Unterstützern organisiert.
  • Trikot-Tombola bei der Mitgliederversammlung im November 2018. Ehemalige Dynamo-Spieler wie Jens Jeremies und Volker Oppitz unterstützten die Aktion mit Trikot-Spenden
  • Pfandbecheraktion zum Spiel in Kaiserslautern auf Initiative der „Problemfans Dynamo“
  • Wiederholte Spenden aus den Einnahmen der Skatturniere der Fangemeinschaft Dynamo e.V. (FG Dynamo)
  • Spenden der FG Dynamo aus den Verkaufserlösen eines eigens aufgelegten Seidenschals
  • Die „Reisegruppe Dynamoland Süd“ unterstützte mit ihrem Dynamo-Barkas den „inhaftierten“ Trabant durch eine Fotoaktion, bei der sich Fans mit beiden dynamischen Fahrzeugen ablichten lassen konnten.
  • Die „Exil-Dynamos Rhein-Neckar“ malten eine große Fahne mit dem beliebten Dynamoland-Schriftzug, organisierten die Unterschriften der Mannschaft und versteigerte die Fahne zugunsten des „SoKo“.
  • „Devils Dynamo“ und die „OSL-Bande“ fertigten und verkauften T-Shirts und Aufkleber und spendeten ihre Erlöse.
  • Die Band „Exil 53“ produzierte eine CD, die Erlöse kommen dem „SoKo“ zu Gute.
  • An den Heimspieltagen gibt es häufiger einen Streetart-Stand hinter dem K-Block, bei dem Unikate erworben werden können, die Erlöse fließen als Spende ins „SoKo“.
  • Die SG Dynamo Dresden unterstützte die Betroffenen regelmäßig, bspw. mit Verkaufserlösen eines Sondertrikots und durch regelmäßige solidarische Öffentlichkeitsarbeit fürs „SoKo“.
  • Unzählige Fans haben Bares in Spendeneimer geworfen, viele auch mehrmals.
Wichtig für die Arbeit des „SoKo“ ist dabei jederzeit, dass die Betroffenen über die geplanten Aktionen informiert werden und ein Mitspracherecht haben!
Wie ist der Ermittlungsstand und wie geht es den Betroffenen aktuell?
In den letzten Monaten war es vergleichsweise ruhig um das Thema, womöglich denken einige, die Angelegenheit wäre überstanden. Doch dem ist keineswegs so, die Ermittlungen liefen in dieser Zeit weiter. Vor einigen Wochen wurde den Anwälten der Betroffenen ein neuer Ermittlungsstand, sprich viele neue Aktenbände übermittelt. Unklar ist jedoch, ob die Ermittlungen damit erst einmal abgeschlossen sind und was die nächsten Schritte der Staatsanwaltschaft Karlsruhe sein werden. Die Ungewissheit hält also an. Das ist im Moment die größte Belastung für die Betroffenen. Die Solidarität der anderen Fans, aber auch des Vereins, sind deshalb enorm wichtig.
Auf welche Vorbehalte trifft das „SoKo Dynamo“?
Es heißt hin und wieder, das „SoKo“ würde Straftäter unterstützen. An dieser Stelle sei deshalb noch einmal wiederholt – bisher wird den Betroffenen ausschließlich die Organisation des Fanmarschs vorgeworfen. Keiner dieser 28 Dynamo-Fans hat in Karlsruhe auch nur einen Böller geworfen, geschweige denn Polizisten oder Ordner verletzt. Das hat die Polizei bereits am Tag der Hausdurchsuchungen öffentlich bestätigt. Im Gegenteil – einige Betroffene waren gar nicht in Karlsruhe vor Ort. Die Unschuldsvermutung ist ein hohes Gut im deutschen Recht. Deshalb ist Solidarität geboten, damit keine Existenzen zerstört werden – wirtschaftlich, aber auch seelisch-moralisch.

 

 

Wie positioniert sich das SoKo zu den Vorfällen von Karlsruhe?
Der Auftritt mit der plakativen Kampfansage an den Verband wurde skandalisiert. Das Ganze hat sich wenige Tage später bereits relativiert, als zahlreiche Fanszenen von der Bundesliga bis in den Amateurfußball diesen Protest aufnahmen. Der Ausspruch „In den Farben getrennt, in der Sache vereint“ bringt es auf den Punkt. Die Dynamo-Fans haben mit der Aktion in Karlsruhe bundesweit den Nerv vieler Fußballfans getroffen. 

 

 

 

Wieviel Geld wurde bereits gesammelt, wie hoch waren die bisherigen Ausgaben?
Die bisher gesammelten Spenden werden nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. Auch, weil nach dem Vermögensarrest des Forza Dynamo e.V. ein Betrag von 22.330 Euro benötigt wurde, damit auch in dieser Saison Choreografien stattfinden können, Fankultur ausgelebt werden kann. Aber für die nächsten Wochen und Monate sind weitere Aktionen geplant, über die das „SoKo“ und auch die SGD auf dem Laufenden halten. 

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